La catedral, Anziehungspunkt für Bergsteiger

Für Bergsteiger gibt es wohl nur wenige so beliebte Ziele wie die Felsformation La catedral. Dieser aus vulkanischem Gestein bestehende Felsen wird von den Vulkan-Experten wegen seines Aussehens auch Pitón, sprich Horn, genannt. Die Felsen sind normalerweise aus saurem Magma entstanden und es handelt sich um Lavareste, die sich in Bodenspalten verfestigt haben. Dafür musste das Magma aus den Spalten hervorquellen und sich später abkühlen. Da diese Magmastrukturen weniger anfällig für Erosion als die sie umgebenen Gesteine sind, tragen Wasser und Regen die oberen Schichten langsam ab und zurück bleiben diese spektakulären Gebilde

Das alles geschah vor etwa 180.000 Jahren und wenn man den ständigen geologischen Prozess im Hinterkopf hat, kann man sich eine Vorstellung davon machen, wie sehr sich diese Felsformationen im Laufe der Zeit verändert haben; dabei ist der Erosionsprozess noch längst nicht beendet – wie sehen sie wohl in 1000 Jahren aus?

La Catedral ist bei den Bergsteigern aufgrund der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und der herrlichen Aussicht besonders beliebt und es handelt sich um so etwas wie einen Klassiker unter den Felswänden auf Teneriffa. Das geht soweit, dass seit 1975 fast 50 Routen eingebohrt wurden - von der einfachen Kletterroute bis zu komplexen Besteigungen an den Steilwänden der Nordseite der Felsformation.

Laut dem Bergsteigermagazin Tenerife Vertical, „war die erste Route an der Nordseite (der am schwersten zu besteigenden) die Cruz Ángel, die 1975 von Antonio R.Villar, Alberto Alom, Oscar Subirana und Espila Noya bezwungen wurde, die immer den einfachsten Zugang zur Felswand suchten.“

<<Damals begann die Route wo sich heute der erste Streckenteil von „Víctimas del desamor“ befindet und sie ging bis zum Aufstieg der „Directisima“. Von dort ging es weiter bis zum oberen Teil der angrenzenden Basaltsäule und dann immer weiter nach oben – zuerst wird frei geklettert und dann die Steilwand mit Keilen quer nach oben bestiegen. Danach geht es nach links angeseilt weiter und über die am besten zu bewältigende Strecke bis zur Spitze>>

Obwohl man der Ansicht sein könnte, La catedral sei bergsteigerisch bereits ausreichend erschlossen, kamen in jüngster Zeit noch neue Routen hinzu und alte, in schlechtem Zustand, wurden instand gesetzt, damit die Wände dieses aus einer Laune der Natur entstandenen Felsens auch weiterhin eine Herausforderung für alle Kletterfreunde darstellen.

Wenn Sie Interesse daran haben, an einem der spektakulärsten Felsmassive der Kanarischen Inseln zu klettern, informieren Sie sich unter:

http://volcanolife.com/deu/aventura/escalada_tradicional_en_el_parque_nacional_del_teide

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