Pimelia, der Käfer, der die Wanderer begleitet

Wenn man auf den zahlreichen Pfaden des Nationalparks Teides wandert, konzentrieren sich alle Sinne auf die Wanderung. Man hört das Knirschen des Vulkangesteins unter den Füßen, man betrachtet die majestätische Landschaft, man riecht die Pflanzen des Hochgebirges, man spürt die trockene Luft auf der Haut und man schmeckt sogar den Schwefel, der aus dem Krater des Teide strömt.

Der Wanderer richtet den Blick meist auf den Horizont und beobachtet die Berge, den Ginster und die Steine. Beim Wandern kann man die Umgebung genauer betrachten als bei einer Fahrt im Auto. Aber wir möchen vorschlagen, auch den Blick einmal nach unten zu richten, auf den Boden, und einen Moment anzuhalten, um die anderen Begleiter auf dem Weg zu betrachten, die Insekten.

Insektenstellen den größten Teil der Arten dar, die man auf Teneriffa findet. Es wurden bis heute 3982 Arten entdeckt, von denen 1277 endemisch sind. Eine große Zahl dieser Arten leben im Nationalpark Teide. Nach der letzten Zählung der Fakultät für Tierbiologie der Universität von la La Laguna wurden innerhalb des Park 1052 Arten von Wirbellosen gefunden. In dieser großen Population von Insekten fallen aufgrund ihrer Menge die Käfer (Coleópteros) auf, ihnen folgen die Fliegen (Dípteros), die Bienen und Hummeln wie Anthophora alluaudi und Wespen (Himenópteros).

Wenn man einen Käfer unter all diesen Arten in den hohen Regionen de Insel besonders erwähnen sollte, so ist das der Pimelia vom Teide (Pimelia ascendens). Er ist der König unter den Käfern im Nationalpark. Seine natürliche Exklusivität und das große Vorkommen machen ihn zu einem treuen Begleiter der Wanderer und Besucher. Es ist nicht schwer, diesen Käfer zu sehen, man muss nur ein wenig Geduld aufbringen und den Boden auf diese schwarzen Insekten absuchen. 

Es handelt sich um Nachtiere, und wenn man sie bei Tageslicht sehen möchte, so ist die beste Zeit das Frühjahr. Zwischen den Monaten April und Mai sieht man sie zwischen Pflanzen und trockenen Zweigen auf dem Boden krabbeln. Ihre Größe und die schwarze Farbe machen sie unverwechselbar. Dieses Tier ist ein Allesfresser, es hält extreme Temperaturen aus und es besitzt einen eigenen Verteidigungsmechanismus gegen Raubtiere. Wenn es sich bedroht fühlt, sondert es dunkle Magensäfte ab, die auch das hungrigste Raubtier davon abbringen, diesen Käfer zu fressen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie im Besucherzentrum Portillo am Eingang zum Park eine riesige Nachbildung des Käfers sehen, der die Wanderer begleitet.

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